Mit adulten Stammzellen erfolgreich gegen Parkinson


WW-press. Johannes Wolf (72, links) hat sich seinen Traum von einer Harley Davidson erfüllt. Aber bevor er sich in den Sattel schwingen wollte, frischte er bei seinem Fahrlehrer Rainer Sturm auf der "Softail Deluxe" den alten Führerschein auf und ließ sich seine volle Verkehrstauglichkeit bestätigen. (Foto: WW-press)

Woran Forscher weltweit arbeiten, ist für Johannes Wolf (72) aus Saarbrücken Wirklichkeit geworden. Vor elf Jahren zeigten sich bei dem ehemaligen Bauingenieur die ersten Anzeichen der heimtückischen Krankheit. Sechs Jahre brauchten die Ärzte bis zur endgültigen Diagnose: Morbus Parkinson. Schüttellähmung. Unheilbares Leiden und unaufhaltsamer Verfall bis in den Tod. Johannes Wolf ist ein Kämpfer. Sportlich. Frühgynmastik. Jeden Tag vier Kilometer Waldlauf, Rad fahren, Ski laufen, Tennis. Und: Tanzen mit seiner Frau. Das war sein Leben. Er las alles, was er über die Behandlung seiner Krankheit finden konnte. Er hat Seminare und Ärztekongresse besucht, hat Hilfe bei Fachkliniken und Forschungszentren gesucht. Keiner konnte ihm helfen. Die Beschwerden nahmen zu. Sport war kaum noch möglich. Die Schmerzen wurden größer und die Nebenwirkungen der Medikamente unerträglich - als er von der Therapie mit körpereigenen adulten Stammzellen im XCell-Center in Köln erfuhr. Johannes Wolf: "Meine Ärzte haben mir davon abgeraten. In zehn Jahren wäre die Medizin vielleicht so weit. Aber bis dahin bin ich vielleicht längst tot." Johannes Wolf entschied sich für die Stammzellen. Im Juli 2007 ließ er sich im XCell-Center Knochenmark entnehmen und bekam wenig später die darin enthaltenen Stammzellen in konzentrierter Form zurück. Wolf: "Die Ärzte hatten mir von vornherein gesagt, dass es keine Garantie für den Erfolg der Behandlung gibt." Aber bereits nach vier Wochen war J ohannes Wolf schmerzfrei, konnte nach und nach seine Medikamente absetzen, wieder sein geliebtes Sportprogramm aufnehmen und sich einen lang gehegten Traum erfüllen: Er kaufte sich eine Harley Davidson und ist - acht Monate nach der Stammzellen-Therapie und nach erfolgreich absolvierten Fahrstunden - wohl der einzige Motorradfahrer, der die parkinsonsche Schüttellähmung in ihre Schranken gewiesen hat.

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